Unsere Zugprüfverfahren folgen strikt etablierten internationalen und branchenspezifischen Normen, um konsistente, zuverlässige und international anerkannte mechanische Eigenschaftsdaten zu gewährleisten. Die angewandten spezifischen Normen hängen vom Materialtyp, dem Herstellungsprozess und der beabsichtigten Anwendung ab, wobei die Prüfmethoden durch regelmäßige Gerätekalibrierung und Technikerzertifizierungsprogramme validiert werden. Dieser standardisierte Ansatz bietet entscheidende Qualitätssicherung für Komponenten, die durch verschiedene Fertigungsverfahren hergestellt werden, einschließlich Powder Bed Fusion und Directed Energy Deposition.
Wir setzen umfassend ASTM International Standards ein, die die am weitesten anerkannten Prüfprotokolle für metallische und polymere Werkstoffe darstellen. Für metallische Komponenten, die unter Verwendung von Titanlegierung oder Aluminiumlegierungen hergestellt werden, halten wir uns an ASTM E8/E8M für Zugversuche an metallischen Werkstoffen bei Raumtemperatur. Hochtemperatur-Zugversuche folgen ASTM E21 zur Bestimmung der Zugfestigkeitseigenschaften bei erhöhten Temperaturen. Diese Normen regeln Probengeometrie, Prüfgeschwindigkeit, Datenerfassungsraten und Berichtsanforderungen und gewährleisten so konsistente Ergebnisse, die zwischen verschiedenen Prüflaboren und Fertigungslosvergleichen vergleichbar sind.
Für internationale Projekte und Kunden, die eine ISO-Zertifizierung benötigen, setzen wir die ISO 6892-Reihe für Zugversuche an metallischen Werkstoffen bei Umgebungstemperatur (ISO 6892-1) und erhöhten Temperaturen (ISO 6892-2) um. Das Prüflabor hält die Konformität mit ISO/IEC 17025 für Qualitätsmanagementsysteme ein und gewährleistet so technische Kompetenz und Ergebniszuverlässigkeit. Dieser standardisierte Ansatz ist besonders kritisch für Komponenten, die für regulierte Branchen wie Luft- und Raumfahrt und Medizin und Gesundheitswesen bestimmt sind, wo Materialrückverfolgbarkeit und Prüfvalidität von größter Bedeutung sind.
In Anerkennung der einzigartigen Eigenschaften additiv gefertigter Materialien setzen wir zunehmend Normen um, die speziell für additive Fertigungstechnologien entwickelt wurden. ASTM F3122 bietet Leitlinien für die Bewertung mechanischer Eigenschaften von Metallteilen, die über additive Fertigung hergestellt wurden, während ISO/ASTM 52902 Anforderungen an die Testkörpergeometrie für additive Fertigungssysteme spezifiziert. Diese spezialisierten Normen behandeln AM-spezifische Überlegungen wie Effekte der Bauorientierung, Auswirkungen der Oberflächenrauheit und anisotropes Materialverhalten und liefern so relevantere Eigenschaftsdaten für Konstrukteure, die mit Superlegierungs-Komponenten oder Edelstahl-Anwendungen arbeiten.
Für Polymermaterialien, einschließlich Kunststoffe und Harze, die in verschiedenen additiven Fertigungsprozessen verwendet werden, setzen wir ASTM D638 für Zugfestigkeitseigenschaften von Kunststoffen und ASTM D3039 für Polymermatrix-Verbundwerkstoffe um. Diese Normen berücksichtigen die einzigartigen viskoelastischen Eigenschaften von Polymermaterialien und bieten geeignete Prüfparameter für Dehnratenempfindlichkeit und Dehnungsmessung, was entscheidend ist für Anwendungen in Unterhaltungselektronik und Automobil-Komponenten.
Bestimmte Branchen schreiben die Einhaltung spezifischer ergänzender Normen vor. Luft- und Raumfahrtanwendungen erfordern oft die Einhaltung der NADCAP-Anforderungen (National Aerospace and Defense Contractors Accreditation Program) für Prüflabore, während medizinische Gerätekomponenten möglicherweise Prüfungen nach von der FDA anerkannten Normen erfordern. Unser Qualitätssystem stellt sicher, dass die notwendige Dokumentation und prozedurale Kontrollen vorhanden sind, um diese branchenspezifischen Anforderungen zu unterstützen, und garantiert so, dass die Materialcharakterisierungsdaten die strengsten regulatorischen Standards für alle Anwendungen erfüllen.