Der 3D-Druck mit Kohlenstoffstahl ermöglicht die Herstellung komplexer, nicht maschinell bearbeitbarer Geometrien – einschließlich interner Strömungskanäle, konform gekühlter Pfade und Hinterschneidungen – ohne den Bedarf an Formen, Matrizen oder Werkzeugen. Mit Powder Bed Fusion oder Directed Energy Deposition (DED) können Kohlenstoffstahlkomponenten direkt aus CAD-Daten gedruckt werden, was den Prozess von der Design- zur Teilefertigung für Werkzeuge, Formeinsätze und mechanische Halterungen optimiert.
Herkömmliche Methoden wie Schmieden, Gießen oder Fräsen erfordern teure Werkzeuge und lange Rüstzeiten, was sie für Prototypen oder kleine Stückzahlen unwirtschaftlich macht. 3D-Druck mit Kohlenstoffstahl eliminiert Werkzeugkosten und ermöglicht die schnelle Lieferung von Sonderteilen, insbesondere für die Kleinserienfertigung in den Bereichen Industrie, Automobil und Verteidigung.
Mit DED-basiertem 3D-Druck können Kohlenstoffstahlkomponenten repariert, aufgearbeitet oder verbessert werden, indem Material an abgenutzten oder veralteten Teilen hinzugefügt wird. Dies ist äußerst vorteilhaft bei der Wartung von Schwermaschinen, der Formenreparatur und für Komponenten im Energiesektor – es reduziert Ausfallzeiten und Materialverschwendung.
Kohlenstoffstähle wie Werkzeugstahl H13, D2 und AISI 4140 bieten hohe Härte, Zähigkeit und Verschleißfestigkeit. Der 3D-Druck dieser Materialien ermöglicht die direkte Herstellung robuster, wärmebehandelbarer Werkzeugkomponenten für Formgebung, Stanz- oder Schneidanwendungen mit reduzierten Lieferzeiten.
Die additive Fertigung minimiert Abfall im Vergleich zur subtraktiven Bearbeitung, insbesondere bei schwer zu schneidenden Kohlenstoffstählen. Durch das Drucken von nahezu endkonturnahen Teilen wird der Materialverbrauch reduziert und die Nachbearbeitungszeit verkürzt – was Kosten bei hochlegierten Werkzeugstählen oder gehärteten Komponenten spart.
Der 3D-Druck mit Kohlenstoffstahl beschleunigt Prototyping-, Test- und Iterationszyklen. Designänderungen können schnell umgesetzt werden, ohne dass eine Formüberarbeitung oder eine Neukonstruktion von Vorrichtungen erforderlich ist, was eine schnellere Entwicklung in Bereichen wie Automobil, Luft- und Raumfahrt und industrieller Werkzeugherstellung ermöglicht.
Neway bietet Full-Service-Additive-Lösungen für Kohlenstoff- und Werkzeugstähle:
Werkzeugstahl H13: Für Warmarbeitswerkzeuge und Formenkomponenten
Werkzeugstahl D2: Für hochverschleißfeste Kaltarbeitsanwendungen
AISI 4140: Für strukturelle und schlagfeste Teile
Wärmebehandlung und HIP: Zur Optimierung der mechanischen Eigenschaften
CNC-Bearbeitung: Für toleranzkritische Oberflächen und Endbearbeitung