Ja, wir bieten umfassend Zugversuche bei erhöhten Temperaturen an, um das Materialverhalten unter thermischen Bedingungen zu charakterisieren, die reale Einsatzumgebungen simulieren. Diese fortschrittliche mechanische Prüffähigkeit ist entscheidend für die Qualifizierung von Materialien, die für Hochtemperaturanwendungen in der Luft- und Raumfahrt, Energie- und Automobilindustrie vorgesehen sind. Unsere Prüfmethoden halten sich an internationale Normen, einschließlich ASTM E21 und ISO 6892-2 für Zugversuche bei erhöhten Temperaturen, und gewährleisten so zuverlässige und vergleichbare Daten für kritische Ingenieursentscheidungen bezüglich Materialauswahl und Bauteilkonstruktion.
Unser Labor nutzt elektromechanische Prüfmaschinen, die mit präzise gesteuerten Klimakammern ausgestattet sind und Temperaturen von Raumtemperatur bis 1200°C mit außergewöhnlicher Stabilität halten können. Diese Systeme verfügen über wassergekühlte Einspannvorrichtungen, um Komponenten der Prüfmaschine zu schützen und gleichzeitig eine präzise Ausrichtung bei hohen Temperaturen beizubehalten. Für Materialien, die durch Heißisostatisches Pressen (HIP) verarbeitet wurden oder eine Wärmebehandlung erfordern, validiert diese Prüfung die Wirksamkeit dieser Prozesse zur Aufrechterhaltung der mechanischen Integrität unter thermischer Belastung.
Wir implementieren strenge Temperaturverifizierungsprotokolle unter Verwendung unabhängiger Thermoelemente, die nahe dem Messbereich der Probe positioniert sind, um sicherzustellen, dass Temperaturgradienten während der gesamten Prüfdauer innerhalb von ±2°C der Solltemperatur bleiben. Diese präzise Wärmemanagement ist besonders kritisch bei der Bewertung der Leistung von Superlegierungs-Komponenten für Luft- und Raumfahrt-Anwendungen oder Materialien mit Thermischen Barrierebeschichtungen (TBC), bei denen temperaturabhängige Eigenschaftsübergänge genau charakterisiert werden müssen.
Zugversuche bei erhöhten Temperaturen sind unerlässlich für die Qualifizierung additiv gefertigter Bauteile, insbesondere solcher, die mittels Powder Bed Fusion aus Hochleistungsmaterialien hergestellt werden. Wir charakterisieren routinemäßig das temperaturabhängige mechanische Verhalten von Titanlegierungs-Proben und untersuchen, wie die Bauorientierung die Festigkeitserhaltung bei erhöhten Temperaturen beeinflusst. Ebenso testen wir Edelstahl-Komponenten, um zulässige Bemessungswerte für Anwendungen in Energie- und Stromerzeugungssystemen zu ermitteln, in denen thermische Zyklen auftreten.
Unsere Hochtemperaturprüffähigkeiten erstrecken sich auf spezialisierte Materialsysteme, einschließlich Keramik-Matrix-Verbundwerkstoffen und feuerfester Metalle für Anwendungen in extremen Umgebungen. Wir charakterisieren das komplexe Zusammenspiel zwischen Temperatur, Dehnrate und Verformungsmechanismen in diesen fortschrittlichen Materialien und liefern so entscheidende Daten für Konstrukteure, die Komponenten für Automobil-Turboladersysteme oder Hyperschallfahrzeugstrukturen entwickeln. Diese Prüfung deckt oft temperaturabhängige Versagensmodi auf, die bei Standardprüfungen bei Raumtemperatur unentdeckt blieben.
Unsere Berichte zu Zugversuchen bei erhöhten Temperaturen enthalten vollständige temperaturabhängige mechanische Eigenschaften, einschließlich Streckgrenze, Zugfestigkeit, Bruchdehnung und Einschnürung. Zusätzlich bieten wir eine detaillierte Analyse der Bruchflächen mittels Rasterelektronenmikroskopie, um die mechanische Leistung mit Gefügemerkmalen und Versagensmechanismen zu korrelieren. Dieser integrierte Ansatz liefert umsetzbare Erkenntnisse für die Materialentwicklung und Bauteilkonstruktionsoptimierung in thermisch anspruchsvollen Anwendungen.