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Kann dreidimensional gedrucktes Kupfer mit traditioneller Wärme- und elektrischer Leitfähigkeit mith...

Inhaltsverzeichnis
Kann 3D-gedrucktes Kupfer mit traditioneller Wärme- und elektrischer Leitfähigkeit mithalten?
Vergleich der Wärmeleitfähigkeit
Überlegungen zur elektrischen Leitfähigkeit
Mikrostruktur- und Dichteoptimierung
Empfohlene Kupfer-3D-Drucklösungen bei Neway

Kann 3D-gedrucktes Kupfer mit traditioneller Wärme- und elektrischer Leitfähigkeit mithalten?

Vergleich der Wärmeleitfähigkeit

Kupfer, das mit traditionellen Methoden wie Schmieden oder Walzen hergestellt wird, erreicht typischerweise Wärmeleitfähigkeitswerte von etwa 390–400 W/m·K für hochreine Sorten wie C101. Mit optimierten Prozessparametern kann 3D-gedrucktes Kupfer, insbesondere bei Verwendung von Direct Metal Laser Sintering (DMLS) und Electron Beam Melting (EBM), je nach Bauteildichte und Nachbearbeitung 85–95 % dieser Leitfähigkeit erreichen.

Bei Neway erreichen gedruckte Kupferteile aus Kupfer C101 oder Reinkupfer nach Verdichtungs- und Endbearbeitungsbehandlungen wie Hot Isostatic Pressing (HIP) Wärmeleitfähigkeitswerte im Bereich von 340–370 W/m·K, was sie für anspruchsvolle Anwendungen wie Wärmetauscher und Wärmemanagementsysteme in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Elektronik geeignet macht.

Überlegungen zur elektrischen Leitfähigkeit

Schmiedekupfer, insbesondere Sorten wie C110 und C101, weist typischerweise eine elektrische Leitfähigkeit von bis zu 100 % IACS (International Annealed Copper Standard) auf. Im Gegensatz dazu können 3D-gedruckte Kupferteile ohne zusätzliche Verdichtung oder Wärmebehandlung aufgrund von Restporosität und mikrostrukturellen Unvollkommenheiten anfänglich nur 70–85 % IACS erreichen.

Durch den Einsatz fortschrittlicher Prozesse wie EBM in Kombination mit Nachbearbeitungsbehandlungen wie Glühen übertreffen Neways Kupfer C110- und GRCop-42-Teile jedoch durchgängig 90 % IACS und entsprechen damit den Hochleistungsanforderungen für die Stromverteilung, EMV-Abschirmung und HF-Komponenten.

Mikrostruktur- und Dichteoptimierung

Die mikrostrukturelle Verfeinerung spielt eine entscheidende Rolle für die Leitfähigkeitsleistung. Bei Neway werden Pulverauswahl, Schichtdickenoptimierung und Laserscanning-Strategien speziell darauf abgestimmt, eine minimale Porosität (typischerweise <1 %) und eine Kontrolle der Korngrenzen zu gewährleisten. In Kombination mit Elektropolieren und Oberflächenbehandlung werden auch der Oberflächenwiderstand und die thermischen Grenzflächen minimiert, was für Hochstromanwendungen entscheidend ist.

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