Ja, wir führen routinemäßig präzise quantitative Messungen sowohl der Korngröße als auch der Porositätsgrade durch standardisierte metallografische Analysen durch. Diese Messungen liefern kritische numerische Daten für die Materialqualifizierung, Prozessoptimierung und Qualitätssicherung.
Die Korngrößenmessung folgt etablierten internationalen Normen und liefert wesentliche Daten, die die Mikrostruktur mit den mechanischen Eigenschaften korrelieren.
Standardisierte Messmethoden:
ASTM E112 Intercept-Methode: Die am weitesten verbreitete Methode unter Verwendung systematischer linearer Intercept-Zählung
ASTM E112 Planimetrische (Jeffries) Methode: Alternative Methode basierend auf der Kornzahl pro Flächeneinheit
ASTM E2627 Bildanalyse: Automatisierte Messung mit digitaler Mikroskopiesoftware
Typische berichtsfähige Metriken:
Durchschnittliche Korngröße: Berichtet in Mikrometern (μm) oder ASTM-Korngrößen-Nummer (G)
Korngrößenverteilung: Histogramme, die die statistische Verteilung zeigen
Kornaspektverhältnis: Quantifizierung der Kornstreckung und Anisotropie
Korngrößenvariation: Kartierung über verschiedene Bereiche der Probe
Diese Analyse ist besonders entscheidend für die Bewertung von Materialien wie Titanlegierung nach einer Wärmebehandlung, wo die Korngröße die Ermüdungsleistung und Bruchzähigkeit direkt beeinflusst.
Die Porositätsmessung liefert eine genaue Quantifizierung des Porengehalts und der -verteilung, was für die Bewertung der Teiledichte und strukturellen Integrität wesentlich ist.
Fortschrittliche Messtechniken:
Digitale Bildanalyse: Automatisierte, schwellenwertbasierte Detektion von Poren in polierten Schnitten
Flächenanteilsmessung: Direkte Berechnung des Porositätsprozentsatzes (Flächenporosität ≈ Volumenporosität gemäß ASTM E1245)
Porenmorphologieklassifizierung: Unterscheidung zwischen sphärischen Gasporen und unregelmäßigen Mangelverschweißungsdefekten
Umfassende Porositätsmetriken:
Gesamtporositätsprozentsatz: Volumenanteil der Poren im Material
Porengrößenverteilung: Statistische Analyse von Mikroporen bis hin zu Makroporosität
Porenformfaktor: Quantifizierung der Porenmorphologie und Sphärizität
Räumliche Verteilungskartierung: Ortsabhängige Porositätskonzentration
Luft- und Raumfahrtkomponenten: Für Superlegierungs-3D-Druck-Komponenten in Luft- und Raumfahrt-Anwendungen berichten wir:
Maximale Porengrößen-Grenzwerte gemäß AMS-Normen
Korngrößenanforderungen für spezifische Temperaturanwendungen
Anisotropieverhältnisse für kritische rotierende Komponenten
Medizinische Implantate: Für Medizin- und Gesundheitswesen-Anwendungen mit Ti-6Al-4V ELI quantifizieren wir:
Oberflächenverbundene Porosität zur Bewertung des Knochenwachstums
Porengrößenverteilung in absichtlich porösen Strukturen
Korngrößenkontrolle für optimale mechanische Eigenschaften
Unsere metallografischen Ergebnisse werden oft mit zerstörungsfreien Daten korreliert:
CT-Scan-Validierung: Metallografie liefert die Referenz für CT-Scanning-Porositätsmessungen
Ultraschallsignal-Kalibrierung: Mikrostrukturdaten helfen, Ultraschallprüfergebnisse zu interpretieren
Mechanische Eigenschaftsvorhersage: Korngrößen- und Porositätsdaten korrelieren mit Zug- und Ermüdungseigenschaften
Messgenauigkeit:
Korngröße: ±0,5 ASTM-Nummer oder ±10 % des Messwerts
Porosität: Nachweisgrenze von 0,1 % Flächenanteil für typische Analysen
Räumliche Auflösung: Fähig, Merkmale bis zu 0,5 μm zu messen
Methodische Überlegungen:
Stichprobenrepräsentativität: Kritisch für die genaue Vorhersage von Volumeneigenschaften
Schnittorientierung: Parallel und senkrecht zur Aufbaurichtung für additive Fertigungskomponenten
Präparationsartefakte: Sorgfältige Unterscheidung zwischen tatsächlicher Porosität und präparationsbedingten Schäden
Diese quantitativen metallografischen Techniken liefern die wesentlichen numerischen Daten, die für die Materialzertifizierung, Prozessqualifizierung und kontinuierliche Verbesserung der Fertigungsparameter in allen unseren 3D-Druckdiensten erforderlich sind.