Heißisostatisches Pressen (HIP) ist darauf ausgelegt, innere und oberflächennahe Porosität in 3D-gedruckten Metallteilen durch Anwendung gleichmäßig hohen Drucks und hoher Temperatur zu beseitigen. Während HIP die Außenoberfläche nicht glättet oder poliert, ist es äußerst wirksam bei der Behandlung spezifischer unter der Oberfläche liegender Defekte, die ansonsten zu mechanischem Versagen oder einer Verschlechterung der Oberflächenintegrität nach Bearbeitungsprozessen führen würden.
HIP ist am effektivsten bei der Beseitigung von inneren und oberflächennahen Gasblasen, die typischerweise während des schichtweisen Verschmelzens von Metallpulvern entstehen.
Häufig in Teilen, die durch SLM, DMLS und EBM hergestellt werden
HIP komprimiert diese Poren und ermöglicht atomare Diffusion, um sie zu schließen, was die Oberflächenkontinuität nach der Bearbeitung oder Politur verbessert
Bereiche, in denen Metallpulver nicht vollständig schmelzen oder verbinden, können schwache Zonen direkt unter der Oberfläche bilden.
HIP beseitigt diese durch Förderung des Materialflusses und Diffusionsverbindung unter hohem Druck
Besonders relevant für Inconel 718, Ti-6Al-4V und Werkzeugstahl H13
Mikrorisse können sich zwischen Schichten oder um Hohlräume herum aufgrund von Temperaturgradienten und Erstarrungsschwindung bilden.
HIP heilt diese Defekte durch Kriechverformung und Festkörperdiffusion
Verbessert die Ermüdungslebensdauer und verhindert die Rissausbreitung von der Oberfläche nach innen
Geschlossene innere Hohlräume und Sacklöcher können während des Aufbauprozesses Gase einschließen, was zu lokalen Druckungleichgewichten führt.
HIP komprimiert und homogenisiert diese Zonen und beseitigt versteckte Gasblasen
Dies ist besonders vorteilhaft bei Komponenten mit umschlossenen Geometrien oder Gitterstrukturen
Einige 3D-gedruckte Oberflächen können teilweise verschmolzene oder lose gebundene Partikel nahe der äußeren Schale enthalten.
Während HIP diese Partikel nicht abpolieren kann, verbessert es deren Kohäsion und verhindert, dass sie während der Nutzung oder Endbearbeitung abbrechen
HIP entfernt nicht die raue Oberflächentextur (Ra 8–12 µm) aus Pulverbett-Fusionsprozessen
Es korrigiert keine Oberflächenwelligkeit, Grate oder mechanische Beschädigungen
Für die endgültige Maß- oder ästhetische Verfeinerung sind abschließende Bearbeitungsprozesse wie CNC-Bearbeitung, Politur oder Elektropolieren erforderlich
Defekttyp | HIP-Wirksamkeit |
|---|---|
Unter der Oberfläche liegende Gasporosität | Vollständig beseitigt |
Unvollständige Verschmelzungszonen | Geschlossen und verbunden |
Zwischenschicht-Mikrorisse | Durch Diffusion geheilt |
Gaseinschluss in Hohlräumen | Komprimiert und homogenisiert |
Schwache Oberflächenpartikelbindung | Verbesserte Kohäsion |
Druckdichte Teile aus SUS316L
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Neway 3DP unterstützt hochintegere Oberflächen durch:
Heißisostatisches Pressen Zur Defektbeseitigung und verbesserten Kohäsion unter der Oberfläche
Wärmebehandlung Zur Spannungsarmglühung und Phasenstabilität nach HIP
Oberflächenbehandlung Einschließlich Bearbeitung, Politur oder Beschichtung für die endgültige Oberflächenverfeinerung