3D-gedruckte Metallteile, die mittels SLM, DMLS oder EBM hergestellt werden, enthalten oft mikrostrukturelle Defekte wie anisotrope Körner, Eigenspannungen und ungeschmolzenes Pulver nahe der Oberfläche. Diese Faktoren schränken die Verschleiß- und Ermüdungsbeständigkeit von direkt gefertigten Teilen erheblich ein.
Wärmebehandlung behebt diese Probleme, indem sie die innere Struktur des Metalls verändert und so seine mechanische Integrität und Leistung unter wiederholter Belastung und abrasiven Bedingungen verbessert.
Die Verschleißbeständigkeit hängt stark von Härte, Kornhomogenität und Phasenzusammensetzung ab.
Ausscheidungshärtung in Legierungen wie Werkzeugstahl 1.2709 und SUS630/17-4 PH erhöht die Oberflächenhärte durch Auslagern bei 480–490°C.
Anlassen nach dem Härten bei Werkzeugstahl H13 verbessert die Zähigkeit, ohne die Oberflächenfestigkeit zu opfern.
Bei unbehandelten Teilen bleibt die Oberfläche weicher (typischerweise <30 HRC), während wärmebehandelte Teile >50 HRC erreichen können, was die Verschleißlebensdauer in Formen, Matrizen und beweglichen Komponenten erheblich verlängert.
Die Ermüdungsbeständigkeit wird von der Suboberflächenstruktur, dem Eigenspannungsniveau und dem Vorhandensein von Defekten beeinflusst.
Spannungsarmglühen beseitigt Zug-Eigenspannungen, die die Ermüdungsrissbildung beschleunigen. Zum Beispiel zeigt Ti-6Al-4V, das bei 600°C behandelt wurde, eine bis zu 3-fach verbesserte Ermüdungslebensdauer im Vergleich zum gedruckten Zustand.
Heißisostatisches Pressen (HIP) entfernt innere Porosität in Materialien wie Inconel 718 und Ti-6Al-4V ELI und eliminiert so Rissinitiierungspunkte.
Auslagerungsbehandlungen stabilisieren die Mikrostruktur und erhöhen die Streckgrenze, wodurch die ermüdungsinduzierte plastische Verformung unter zyklischer Belastung verzögert wird.
Eigenschaft | Unbehandelte Teile | Wärmebehandelte Teile |
|---|---|---|
Oberflächenhärte | ~20–30 HRC | 45–55 HRC (nach Auslagern/Anlassen) |
Ermüdungslebensdauer (Zyklen) | 10⁴–10⁵ (typisch) | >10⁶ mit HIP und Spannungsarmglühen |
Streckgrenze | Niedriger, anisotrop | Höher, isotrop nach dem Auslagern |
Verschleißrate | Höher unter Gleit-/Stoßbelastung | Um >50% nach dem Härten reduziert |
Formkerne und Matrizen aus Werkzeugstahl D2: zeigen eine erhöhte Lebensdauer nach Härten und Anlassen.
Luftfahrt-Konsolen und Schaufeln aus Inconel 625: weisen nach Lösungsglühen und Auslagern eine höhere Ermüdungsfestigkeit auf.
Medizinische Implantate aus Ti-6Al-4V ELI: gewinnen Zuverlässigkeit durch Glühen und HIP.
Um sowohl Verschleiß- als auch Ermüdungsbeständigkeit sicherzustellen, bietet Neway 3DP:
Wärmebehandlung Für Auslagern, Glühen und Anlassen basierend auf der Teileanwendung.
Heißisostatisches Pressen (HIP) Für die Beseitigung interner Defekte und die Verbesserung der Ermüdungsleistung.
CNC-Bearbeitung Für das Erreichen endgültiger Toleranzen nach der Wärmebehandlung, ohne die Integrität zu beeinträchtigen.