Werkzeugstähle wie H13 und D2 werden aufgrund ihrer Fähigkeit, hohe Härte, gute Verschleißfestigkeit und starke Leistung nach der Wärmebehandlung zu erreichen, häufig in der metallischen additiven Fertigung eingesetzt. Ihr Verhalten während des Druckprozesses und im Betrieb unterscheidet sich jedoch aufgrund ihrer Legierungszusammensetzung und ihres thermischen Ansprechverhaltens erheblich.
Eigenschaft | H13 (AM) | D2 (AM) | Ingenieurtechnische Auswirkung |
|---|---|---|---|
Härte nach Wärmebehandlung | 45–52 HRC | 58–62 HRC | D2 bietet höhere Verschleißfestigkeit |
Zähigkeit | Hoch | Mittel bis Niedrig | H13 widersteht Rissbildung besser |
Wärmemüdungsbeständigkeit | Ausgezeichnet | Schlecht bis Mittel | H13 ist für zyklische Erwärmungsumgebungen geeignet |
Druckbarkeit (Rissanfälligkeit) | Gut | Herausfordernd | D2 erfordert eine strengere Prozesskontrolle |
Verschleißfestigkeit | Gut | Ausgezeichnet | D2 wird für stark abrasionsbelastete Anwendungen bevorzugt |
H13 ist einer der am häufigsten verwendeten Werkzeugstähle in der additiven Fertigung aufgrund seiner ausgewogenen Eigenschaften und seines relativ stabilen Druckverhaltens.
Ein geringerer Kohlenstoffgehalt (~0,4 %) reduziert das Rissrisiko während thermischer Zyklen
Ausgezeichnete Beständigkeit gegen Wärmemüdung und Hitzeprüfrisse
Gute Kompatibilität mit Pulverbettverfahren
Behält mechanische Stabilität unter wiederholtem Erhitzen und Abkühlen bei
Typische Anwendungsfälle für H13 in der AM | Grund |
|---|---|
Druckguss-Einsätze | Widersteht thermischer Rissbildung |
Warmarbeitswerkzeuge | Stabil bei erhöhten Temperaturen |
Formkerne mit konformer Kühlung | Gutes Gleichgewicht zwischen Festigkeit und Zähigkeit |
D2 bietet überlegene Härte und Verschleißfestigkeit, ist jedoch schwieriger additiv zu verarbeiten.
Hoher Kohlenstoffgehalt (~1,5 %) und Karbidanteil erhöhen die Sprödigkeit
Höheres Risiko für Rissbildung während des Druckens und Abkühlens
Erfordert striktes Thermomanagement (Vorheizen, kontrolliertes Abkühlen)
Ausgezeichnete Abrasionsbeständigkeit nach der Wärmebehandlung
Typische Anwendungsfälle für D2 in der AM | Grund |
|---|---|
Kaltarbeitswerkzeuge | Hohe Härte und Verschleißfestigkeit |
Stempel und Matrizen | Erhält die Schärfe der Schneidkanten |
Komponenten für abrasiven Verschleiß | Überlegene Beständigkeit gegen Materialverlust |
Faktor | H13 | D2 |
|---|---|---|
Anforderung an Vorheizen | Mittel (~200–400 °C) | Hoch (~300–500 °C) |
Rissanfälligkeit | Niedrig | Hoch |
Nachträgliche Wärmebehandlung | Erforderlich | Kritisch für die Leistung |
Kontrolle von Eigenspannungen | Beherrschbar | Herausfordernd |
Anwendungsanforderung | Empfohlenes Material |
|---|---|
Zyklische Hochtemperaturbelastung | H13 |
Maximale Verschleißfestigkeit | D2 |
Komplexe Geometrie mit geringem Rissrisiko | H13 |
Kaltarbeit, vorwiegend abrasionsbelastete Teile | D2 |
H13 ist aufgrund seiner besseren Druckbarkeit, Zähigkeit und Beständigkeit gegen Wärmemüdung im Allgemeinen der bevorzugte Werkzeugstahl für die additive Fertigung. D2 bietet zwar eine höhere Härte und Verschleißfestigkeit, ist jedoch schwieriger zu drucken und erfordert eine engere Prozesskontrolle. Die endgültige Auswahl hängt davon ab, ob die Anwendung die Haltbarkeit unter thermischer Zyklusbelastung (H13) oder maximale Abrasionsbeständigkeit (D2) priorisiert.
Für weitere Details siehe Kohlenstoffstahl, 3D-Druck-Materialien und Technologien zur additiven Fertigung von Kohlenstoffstahlteilen.
