Das Harz Formula 1μ (Formula One Micron) ist ein hochauflösendes Photopolymer, das für den Druck von Merkmalen mit einer Feinheit von 2–10 Mikrometern entwickelt wurde. Es ist für Komponenten im Mikromaßstab, Lab-on-a-Chip-Geräte, Optik, medizinische Mikrovorrichtungen und MEMS-ähnliche Strukturen konzipiert, die extreme Maßgenauigkeit, Kantenschärfe und minimale Oberflächenrauheit erfordern.
Digital Light Processing (DLP) und Masked SLA (mSLA) sind die bevorzugten Technologien für das Harz Formula 1μ und erreichen eine XY-Auflösung von bis zu 10 µm sowie eine Z-Schichtauflösung von bis zu 2 µm – ideal für Anwendungen mit Nano-Details.
Standardtyp | Gütekode | Anwendungsbeispiele |
|---|---|---|
Mikrofluidisches Harz | F1μ-Clear | Kanalgeometrien, Ventile, Mischer |
Hochpräzises Harz | F1μ-Black | MEMS-Gehäuse, optische Teile |
ISO-Standard | ISO 5725 | Messung von Wiederholbarkeit und Genauigkeit |
ASTM-Standard | D1004 | Mechanische Leistung von Dünnfilmen |
Eigenschaftskategorie | Eigenschaft | Wert |
|---|---|---|
Physikalisch | Dichte | 1,15–1,18 g/cm³ |
Aushärtewellenlänge | 385–405 nm | |
Mechanisch | Zugfestigkeit | 50–60 MPa |
Elastizitätsmodul | 2.500–3.000 MPa | |
Bruchdehnung | 4–8 % | |
Präzision | Minimale Merkmalsgröße | 2–10 µm |
Oberflächenrauheit (Ra) | <0,5 µm (nachpoliert) |
Verfahren | Erreichte typische Dichte | Oberflächenrauheit (Ra) | Maßgenauigkeit | Anwendungsschwerpunkte |
|---|---|---|---|---|
≥99 % | 0,5–1,5 µm | ±0,01 mm | Ideal für MEMS-Gehäuse, Mikrokanäle und feine Optiken | |
≥99 % | 0,3–1,0 µm | ±0,005 mm | Am besten für ultrafeine Strukturen, Lab-on-a-Chip und Diagnoseteile |
Präzision auf Mikrometerebene: Entwickelt für Teile mit ultrafeiner Geometrie, wie z. B. 50 µm Kanäle oder 100 µm Wandstärke in Lab-on-a-Chip-Geräten.
Oberflächenintegrität: Extrem geringe Oberflächenrauheit (Ra) ermöglicht optische Klarheit und glatte Kanalwände für laminare Strömung.
Kantenschärfe und Detailwiedergabe: Unterstützt Merkmale mit hohem Seitenverhältnis und scharfe Ecken, ideal für ineinandergreifende Mikroteile, präzise Ausrichtungsschlüssel und Dichtungsschnittstellen.
Druckstabilität: Formula 1μ behält seine Stabilität bei ultradünnen Wänden und minimalen Überhängen bei und ermöglicht eine vertikale Auflösung mit minimalem Verzug oder Verwerfung.
Präzise UV-Aushärtung: Aushärtung bei 385–405 nm mit kalibrierter Belichtungszeit, um die Geometrie zu erhalten und gleichzeitig Festigkeit und Stabilität zu verbessern.
IPA-Reinigung mit Mikrodüsen: Verwenden Sie kontrolliertes Mikrospülen, um Mikrokanäle und feine Details zu erhalten; vermeiden Sie aggressive Ultraschallbehandlung.
Polieren für optische Oberflächen: Das Nachpolieren verbessert die Oberflächenglätte bei optischen und diagnostischen Anwendungen (Ra < 0,5 µm erreichbar).
Beschichten oder Kleben: Kompatibel mit Plasmabehandlungen und UV-härtenden Klebstoffen zum Versiegeln mikrofluidischer Schichten oder zur Biofunktionalisierung.
Harzsedimentation in dünnen Schichten: Periodisch rühren oder mischen; Harz bei stabilen Umgebungstemperaturen lagern, um eine Trennung der Füllstoffe zu verhindern.
Empfindliche Stützstrukturentfernung: Verwenden Sie Einstellungen für Stützstrukturen mit geringer Kraft und individuelle Orientierungsstrategien, um das Risiko einer Beschädigung ultrafeiner Merkmale zu verringern.
Überbelichtung in Mikrozonen: Kalibrieren Sie die Belichtung, um Lichtstreuen in Mikrokanälen oder Entlüftungslöchern zu vermeiden, die funktionsfähig bleiben müssen.
Das Harz Formula 1μ wird häufig eingesetzt in:
Mikrofluidik: Diagnosechips, Mischkanäle, Ventilprototypen, Tröpfchengeneratoren.
Medizingeräte: Katheterspitzen, chirurgische Mikromodelle, Strömungswege für Inhalatoren, Mikropumpengehäuse.
Elektronik: Steckergehäuse, MEMS-Testblöcke, Signalrouting-Strukturen.
Optik & F&E: Lichtleiter, transparente Mikrolinsen, feine mechanische Kalibrierteile.
Fallstudie: Ein Forschungslabor stellte mikrofluidische Mischer mittels 3D-Druck mit dem Harz Formula 1μ über mSLA bei einer Schichthöhe von 10 µm her. Die Teile wurden auf eine Rauheit von <0,5 µm Ra poliert und bis 2 bar druckgetestet, ohne dass Leckagen auftraten. Dies beschleunigte das Design von Mikrokanälen im Vergleich zur CNC-Bearbeitung um 90 %.
Welche kleinste Merkmalsgröße ist mit dem Harz Formula 1μ erreichbar?
Kann dieses Harz für transparente mikrofluidische Kanäle und Lab-on-a-Chip-Geräte verwendet werden?
Welche Reinigungsmethoden erhalten ultrafeine Kanäle in Mikrostrukturteilen?
Ist Formula 1μ mit medizinischen oder diagnostischen Sterilisationsprotokollen kompatibel?
Welches sind die besten Druckereinstellungen, um eine Auflösung von 2–10 µm zu erreichen?